Jahresforum Elektrische Sicherheit 2018

Jahresforum elektrische Sicherheit 2018

| Peter Neu
19.02.2019

Programm – 6. VDE-Jahresforum elektrische Sicherheit

Aus der Praxis. Für die Praxis.

Das diesjährige Programm befasst sich neben den Aspekten der elektrischen Sicherheit auch mit Themen aus dem Blickwinkel der Justiz.

An praktischen Fällen werden die Zusammenhänge erläutert. Aber auch neue Entwicklungen wie die Digitalisierung und Elektromobilität finden Platz in der Tagesordnung. Die Redner kommen aus der Regelsetzung, den Normungsgremien und der täglichen Praxis und haben interessante Themen aufgegriffen.

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Dipl.-Ing. Peter Neu
Stephanie Koch
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Dienstag, 17.11.2020

UhrzeitInhalt
13.00Registrierung
13.30Begrüßung
13.45

Aktuelles aus der Normung
Rudolf Brandner, DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE, Frankfurt a.M.

Die VDE 0100 hat dieses Jahr 125-jähriges Jubiläum. Es hat sich in dieser Zeit viel geändert und die Anwendung der Elektrizität ist sicherer geworden. Dies wurde durch kontinuierliche Neuerungen der Normen erreicht. Aktuelles aus der Normung um die VDE 0100, aber auch aus anderen Bereichen, wird hier vorgestellt.

14.30

Prüfung ortsfester elektrischer Maschinen und Anlagen
Andreas Anton, INGENIEURBÜRO ANTON, Berlin

Bedeutet „ortsfest“ immer fest angeschlossenen? Wo sind die Grenzen zwischen „Maschine“, „Maschinenanlagen“ und elektrischen Anlagen der Gebäudeinstallation?
Verschiedene rechtliche Prüfanforderungen und VDE- Bestimmungen für Hersteller elektrischer Maschinen, Anlagen- Errichter und Betreiber/ Arbeitgeber. Praxisfallen bei Probebetrieb, betrieblichen Eigenbauten und wesentlichen Änderungen von Maschinen.

15.15Pausendiskussion in der Ausstellung
15.45

Elektrische Sicherheit in der e-Mobilität
Oliver Schindler, Geschäftsführer, ITW – Schindler GmbH, Stuttgart

Durch den Einzug der Elektromobilität ergeben sich viele neue elektrotechnische Herausforderungen. Im Zuge des Aufbaus der Ladeinfrastruktur und Betrieb von Fahrzeugen ergeben sich neue Herausforderungen mit der Technologie und damit die Fertigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter.

16.30

Elektrische Sicherheit aus dem Blickwinkel der Justiz
Professor Thomas Wilrich, Rechtsanwalt, Hochschule München

Wieviel Verantwortung hat die VEFK wirklich? Rechtstellung, Sorgfaltspflichten, Haftung – und neuere Gerichtsurteile.

17.15Abschlussdiskussion
ca. 19.00Erfahrungsaustausch und Abendessen im Brauhaus Darmstadt

Mittwoch, 18.11.2020

UhrzeitInhalt
08.00Registrierung
08.30Begrüßung
08.45

Prüfung von Fehlerstromschutzschalter in Theorie und Praxis – mit praktischen Vorführungen
Sebastian Onnenberg, Geschäftsführer, PRO-EL GmbH, Meschede

Viele Prüfprotokolle bieten dem Prüfer nur einen Bruchteil an Feldern für die Prüfung von RCDs an, oftmals nur Platz für die Messung mit Wechselstrom, dabei sind noch weitaus mehr Messungen für den Nachweis der Funktionalität und somit des Personenschutzes notwendig.
In diesem Teil des Forums werden Anhand von Messgeräten verschiedenster Hersteller die Messungen zu Auslösestrom, Auslösezeit und Berührungsspannung bei verschiedenen RCD-Typen live demonstriert. Die Problematik von Frühauslösung oder Nichtauslösungen werden ebenfalls anhand von Bespielen vor Ort erklärt.

09.30

Ist die digitale Sicherheit wichtiger als die elektrische Sicherheit?
Wolfgang Niedziella Leiter Kompetenzcenter Digitale Sicherheit, VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V., Frankfurt

Datenbank gehackt, hunderttausende Datensätze gestohlen, Fabrik lahmgelegt, so oder so ähnlich lauten in den letzten Monaten die Schlagzeilen. Immer mehr Unternehmen und Institutionen werden Opfer von Hackern. Auf allen Ebenen wird daran gearbeitet Gesetze, Richtlinien und Maßnahmen zur Informationssicherheit zu erhöhen, aber wird die elektrische Sicherheit genauso intensiv vorangetrieben? Mit einem Überblick über die Anforderungen an die Informationssicherheit und praktischen Beispielen zur elektrischen Sicherheit geht der Vortrag dieser Frage nach.

10.15Pausendiskussion in der Ausstellung
11.00

Betriebssicherheitsverordnung
Franz Gutjahr, Regierungspräsidium Darmstadt, Darmstadt

Die BetrSichV und die Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) geben den gesetzlichen Rahmen vor, den alle Unternehmen bei der Arbeit mit Maschinen und Werkzeugen beachten müssen.
Fachleute in Betrieben kennen erforderliche Maßnahmen im Arbeitsschutz. Die BetrSichV fordert aber eine immer genauere Gefährdungsbeurteilung als Teil der Dokumentation einer verantwortlichen Betriebsführung, insbes. zur Vermeidung von Regress und Problemen mit Versicherungen nach Schadensfällen. 

11.45

Elektrische Bestandsandanlagen – Verfahrensordnung für die Elektrofachkraft (EFK/vEFK)
Hans-Josef Tonnellier, Elektrotechnikermeister, Überherrn-Altforweiler

Elektrische Bestandsanlagen Verfahrensordnung für die Elektrofachkraft (EFK / vEFK)
• Beispiele von mangelhaften elektrischen Anlagen, wie würden Sie entscheiden?
• Umgang, Kriterien mangelhafter Kundenanlagen
• Mangelstufen an elektrischen Anlagen
• Vorgehensweise
• Entlastungsnachweis

12.30Mittagessen in der Ausstellung
14.00

Anlagenbetreiber, Anlagenverantwortlicher, Arbeitsverantwortlicher/Schaltberechtigter –
Umsetzung in der Windenergie

Mathias Jäniche, Geschäftsführer, Mathias Jäniche GmbH, Bastorf

Normen und Vorschriften in der Elektrotechnik wurden ursprünglich für die „stationäre Industrie“ entworfen und sind erst in den letzten Jahren durch die Novellierungen relevanter Normen praktikabler für die Windenergie geworden. Die Herausforderung in der Umsetzung besteht in den dezentralen Strukturen der in der Windbranche tätigen Unternehmen. Der Vortrag beschreibt die Besonderheiten in der Umsetzung der Normen und Vorschriften in der Windenergie und zeigt mögliche Lösungswege auf. 

14.45

Die Verantwortung der Elektrofachkraft in der Praxis
Christian Goy, Partner Counsel, Becker Büttner Held Consulting AG, Berlin

Verantwortung in der Elektrotechnik zu tragen bedeutet, seine Arbeiten gemäß Vorgaben und Vorschriften auf höchstem technischen Niveau auszuführen, so dass die Elektrofachkraft selbst, aber auch kein Dritter, zu Schaden kommen kann. Die theoretische und praktische Ausbildung, die Benennung zur Elektrofachkraft sind nur die ersten Schritte – die Verantwortung zu übernehmen und in der Praxis zu leben, ist erfahrungsgemäß ein viel größerer und entscheidenderer Schritt. Der Vortrag soll anhand von praktischen Beispielen genau diesen Spagat verdeutlichen.

15.30Abschlussdiskussion
16.00Resümee und Ende des Jahresforum